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Windpark Podvelezje (Foto: C. Prangl)

Windpark Podvelezje (Foto: C. Prangl)

Energie Klimaschutz

Erneuerbare Energie um jeden Preis? Forschungseinsichten aus Bosnien-Herzegowina

In den seltensten Fällen verläuft die Umsetzung von EU- und anderen (trans-)nationalen Politiken geradlinig. Oft sind die Personen, die beispielsweise eine EU-Politik verfassen und verabschieden, nicht an den gleichen Orten anzutreffen, an denen die Umsetzung derselben Politik zu Konflikten zwischen Akteur*innen und auch mit anderen Gesetzen und Politiken führt. Was passiert also mit so einer Politik vom Stadium des Entwurfs bis hin zur Umsetzung der darin festgelegten Regeln und Ziele? Welchen Weg nimmt ein Policy-Dokument von Brüssel nach Sarajevo, was treibt diesen Weg an und mit wem interagiert es – auch auf Umwegen?

Abstraktes Netzwerk (©iStock.com/natrot)

© iStock.com/natrot

Transdisziplinarität Allgemein

Lernen über Transdisziplinarität: Einblick in die Forschungspraxis

Transdisziplinäre Forschung unterscheidet sich von Forschung, die innerhalb einer Disziplin stattfindet. Wie wirkt dieser Forschungsmodus auf die beteiligten Wissenschaftler*innen und die wissenschaftlichen Ergebnisse? Diese Frage untersucht das ISOE im Projekt tdAcademy. Hier geben wir einen Einblick in die praktische Forschungsarbeit.

Kugelförmiges Netzwerk

©vegefox.com – stock.adobe.com

Transdisziplinarität Allgemein

Zur Wissenschaftlichkeit transdisziplinärer Forschung

Wissenschaftlichkeit ist der Hauptanspruch wissenschaftlicher Wissensproduktion und wird durch standardisiertes Forschungshandeln charakterisiert. Der Beitrag untersucht das Verhältnis von Forschungshandeln und Wissenschaftlichkeit in transdisziplinärer Forschung im Vergleich zu disziplinärer Grundlagenforschung. Fünf Standards für transdisziplinäres Forschungshandeln dokumentieren eine veränderte Auffassung von Wissenschaftlichkeit in transdisziplinärer Forschung, die nach Akzeptanz in der wissenschaftlichen Gemeinschaft sucht.

Vision vector concept with woman and telescope

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Allgemein

Wissenschaft kann die Zukunft nicht vorhersagen – und das ist auch gut so

Immer wieder kommt es zu dem Missverständnis, Wissenschaft könne die Zukunft vorhersagen. Doch selbst die ausgereiftesten Modelle, wie sie beispielsweise in der Klimawissenschaft Anwendung finden, haben weder den Anspruch noch das Vermögen, eine exakte Vorhersage zu liefern. Vielmehr basieren alle Modelle auf Vereinfachungen und Annahmen. Beides ist gut und notwendig.

Plastic bag as a silhouette of a jellyfish

Foto: Andrii Zastrozhnov – stock.adobe.com

English Konsum Plastik

How to Live Responsibly on a Plastic Planet

Ocean plastic pollution presents a common environmental paradox: despite an exponential increase in awareness, flows of plastic into global oceans are only expected to increase. What might it be about the kinds of knowledges circulated, and about the kinds of solutions that follow, that are preventing more systemic change? What if the problem isn’t individual choices, or even the plastic industry’s monumental efforts to continue to produce waste alone, but an even more entrenched constellation of capitalism, colonialism and cultural assumptions about plastic itself?

Wasserstrahl (Symbolbild)

Foto: Jeriko – stock.adobe.com

Corona Konsum Wasser

Wasserverbrauch in Lockdown-Zeiten und Konsequenzen für die zukünftige Versorgungssicherheit

Während des Lockdowns mussten viele ihren Alltag neu organisieren und sich an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen. Diese veränderten Alltagspraktiken haben sich auch auf den Wasserverbrauch ausgewirkt. So verlagerte sich tagsüber der Wasserverbrauch von öffentlichen und betrieblichen Institutionen zunehmend auf den häuslichen Wohnraum. Eine kritische Betrachtung dieser Praktiken und dessen mögliche Beständigkeit sollten Versorgungsunternehmen in ihren Planungsstrategien berücksichtigen, um eine Versorgungssicherheit auch zukünftig gewährleisten zu können.

Aerial top view on plantation of palm trees texture background

Foto: Kalyakan – stock.adobe.com

Corona

Die Corona-Pandemie als Ausdruck der Krise gesellschaftlicher Naturverhältnisse (Teil 1)

Die „Corona-Krise“ und der gesellschaftliche Umgang damit hat schockartig die Krise der gesellschaftlichen Naturverhältnisse als konkrete gesellschaftliche Erfahrung ins öffentliche Bewusstsein gebracht – bis tief in individuelle, existenzielle Lebensbereiche. Je größer die Gefahrenlage erscheint und je eingreifender die zu ihrer Eindämmung getroffenen Maßnahmen sind, desto eher wird sie in einen Zusammenhang mit anderen krisenhaften Entwicklungen gesellschaftlicher Naturverhältnisse wie dem anthropogen verursachten Klimawandel oder dem Verlust der biologischen Vielfalt gebracht. Diese miteinander verknüpften Krisen zeichnen sich, bei allen Unterschieden, durch Strukturähnlichkeiten aus.

Word covid-19 and hashtag on red background

Foto: Yulia Lisitsa – stock.adobe.com

Corona Transdisziplinarität Wissenschaftskommunikation

Navigating the infodemic – braucht Wissenschaft ein neues Kommunikationsverständnis?

Schon vor der COVID-19-Pandemie befand sich die Wissenschaft in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess. Länger schon fordern Politik und Gesellschaft von ihr nicht nur gesichertes, sondern vor allem anwendbares Wissen, hinzu kommen Forderungen nach ökonomischer Verwertbarkeit von Forschungsergebnissen. Die aktuelle Krise beschleunigt diese Entwicklung. Sie wirft dabei auch ein Schlaglicht auf die Rolle der Wissenschaftskommunikation und zeigt, dass ein neues Kommunikationsverständnis unabdingbar ist.